Wachturm mit Heimatstube
 Heimatstube
 

Ostdeutsche und Südostdeutsche – so bezeichnen sich die Deutschen, deren Vorfahren viele Gebiete in Osteuropa besiedelten und kultivierten. Diese hatten es dort nach bitteren, harten Jahren des Aufbaus zu Ansehen, Ehre und Wohlstand gebracht. Landwirtschaft, Handel, Bergbau und Gewerbe blühten auf, neue Dörfer und Städte entstanden.

 

Doch mit dem 2. Weltkrieg brach über die Nachfahren dieser Deutschen, vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer, ein grausames Schicksal herein. Flucht und Vertreibung.

 

Viele Millionen mussten ihre angestammte Heimat verlassen und wurden in das zerbombte und hungernde Deutschland hineingezwängt.

 

Dass es gelungen ist, dieses Heer von Flüchtlingen (jeder vierte Bundesbürger ist ein solcher oder ein Nachkomme) zu integrieren, ist die größte deutsche Leistung in der Nachkriegszeit.

 

Die Organisation der Heimatvertriebenen ist in der Notzeit entstanden. Heute versuchen der Bund der Vertriebenen – BdV – und 22 Landsmannschaften das kulturelle Erbe der Vertriebenen und Umsiedler zu wahren und weiterzugeben. Auch die Ausstellung in der „Ost- und Südostdeutschen Heimatstube“ des Bundes der Vertriebenen, Ortsgruppe Weinsberg, will dazu beitragen.

 

In einem der kleinen Räume des Wachturmes hat man geschichtliches Dokumentationsmaterial, Bilder, Urkunden, Trachten, kurz alles, was an die deutschen Ostgebiete erinnert, zusammengetragen, um es dann Interessierten zugänglich zu machen.

 

 

Geöffnet: nach Vereinbarung