Geschichte

Weinsberg ist heute eine Stadt mit rund 11.500 Einwohnern. Als Siedlung, am Fuße der Reichsburg Weinsberg entstanden, erhielt Weinsberg um 1200 Stadtrechte (staufische Stadtgründung).

 

Ursprünglich mit der Burg durch Schenkelmauern verbunden, gehörte die eine Hälfte der Stadt zum Reichsgut, die andere Hälfte zum Lehensbesitz der Burgherren. Die Zweiteilung der Reichsrechte führte im späten Mittelalter zu dauernden Streitigkeiten zwischen der Stadt und der Burgherrschaft.
(siehe auch "Die Herren von Weinsberg" - www.herbertblumberg.de)

 

1440 kam die Stadt unter die Landeshoheit der Kurpfalz, gelangte 1505 an Württemberg, 1520 an Österreich und fiel 1534 an das Herzogtum Württemberg zurück.

 

1635 schenkte Kaiser Ferdinand II. Stadt und Amt Weinsberg dem Grafen Maximilian von Trautmannsdorf. Nach der Rückkehr zu Württemberg 1646 kam Weinsberg 1649 unter die Herrschaft Württemberg-Neuenstadt und fiel 1742 an das regierende Herzogliche Haus Württemberg zurück. 1945 Land Württemberg, 1952 Baden-Württemberg. Bis 1926 war Weinsberg Oberamt.

 

Die Stadt wurde im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wiederholt zerstört: 1525 im Bauernkrieg durch Niederbrennen, 1707 durch Stadtbrand, 1945 durch Fliegerangriff. Die Zerstörungen 1707 und 1945 umfassten jeweils ca. 70 % der Altstadt.

           

            Rathaus vor 1945                                             Rathaus 1951
 

"Dennoch-trotzdem-eineweg": Diese markanten Worte, an der Südseite des Rathauses eingemeißelt, hat der schwäbische Dichter August Lämmle geprägt. Sie sollen vom ungebrochenen Willen der Weinsberger Bürger zeugen, die ihre Stadt und das Rathaus nach wiederholten Zerstörungen immer wieder aufgebaut haben.