Bürger- und Neubürgerempfang
03.05.2018
Bericht Bürger- und Neubürgerempfang
mit Verleihung des
Ehrenamtspreises der Stadt Weinsberg
am Samstag, 21. April 2018


Samstag, 21. April 2018

 

Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Stadt Weinsberg am vergangenen Samstag einen Bürger- und Neubürgerempfang in der Hildthalle. Die im letzten Jahr zugezogenen Neubürger wurden von der Stadt Weinsberg persönlich eingeladen. Von den insgesamt rund 600 Neubürgern hatten sich für den Abend stolze 135 angemeldet, von denen ein Großteil dann auch tatsächlich gekommen war. Wie im letzten Jahr hatte die Stadt allen Neubürgern, die am Empfang teilnehmen und sich für ihre neue Heimat interessieren, eine Jahreskarte oder Familienkarte für das Weinsberger Freibad versprochen. Dies war sicherlich für viele Zugezogene auch ein Anreiz, sich die Veranstaltung nicht entgehen zu lassen und neben neuen Kontakten auch ihr Willkommensgeschenk abzuholen.

 

Aber auch viele alteingesessene Weinsberger Bürger nutzten die Gelegenheit zur Begegnung und Information. Zahlreiche Vereine und Institutionen stellten sich und ihre Arbeit in der Hildthalle vor. Da sich dieses Jahr auch wieder einige Familien zum Empfang angemeldet hatten, wurde ein Kindertisch mit Mal- und Spielsachen angeboten, der sehr gut angenommen wurde.

 

Bürgermeister Stefan Thoma konnte an der Veranstaltung krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. Sein Stellvertreter Prof. Dr. Uwe Grobshäuser führte daher die rund 220 Gäste durch den Abend und präsentierte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen und Freizeitaktivitäten der Stadt. Er konnte sich noch gut erinnern, wie er vor rund 30 Jahren Neubürger in Weinsberg war und gab den jetzigen Neubürgern viele Tipps und Anregungen mit auf den Weg.

 




Im zweiten Teil der Veranstaltung stand die Verleihung des Ehrenamtspreises der Stadt Weinsberg im Mittelpunkt. Der Gemeinderat hatte aus den eingereichten Vorschlägen die Preisträger für das Jahr 2018 ausgewählt. Als Anerkennung für herausragende ehrenamtliche Tätigkeit konnte Grobshäuser in diesem Jahr Paula Friedrich, Selma Albrecht, Rudolf Fritsch, Inge Stegmaier und Klaus Colberg mit der eigens für die Ehrung angefertigten Porzellanmedaille aus Meißen auszeichnen und eine Urkunde der Stadt Weinsberg überreichen.

 

Paula Friedrich ist seit 25 Jahren in der Eine-Welt-Initiative in Weinsberg aktiv und seit 18 Jahren 1. Vorsitzende des Vereins. In dieser Funktion leistet sie ehrenamtliche Arbeitszeiten im Weltladen, übernimmt Verantwortung für Bestellungen, Warenpräsentation und Öffentlichkeitsarbeit. Friedrich hat das Projekt „Fairtrade-Stadt Weinsberg“ maßgeblich initiiert und leitet als Vorsitzende die Lenkungsgruppe. Viele Veranstaltungen werden von ihr organisiert und durchgeführt, wie z.B. die faire Woche, der Weltladentag und Kooperationsveranstaltungen mit Schulen, Kirchen und Stadtverwaltung. Sie ist Ansprechpartnerin für Praktikanten und auch überregional für die Weltläden der Region.

 

Selma Albrecht war 35 Jahre lang Trainerin und Betreuerin der Handball-Jugend im TSV Weinsberg. Als Mitbegründerin der „Minigruppen“ für 4-7 jährige Kinder wurde damals eine Vorreiterrolle in der Nachwuchsförderung des Handballs eingenommen. Sie half bei zahlreichen Arbeitseinsätzen bei Veranstaltungen, wie z.B. beim Herbstfest, beim Stadtfest, bei der Ankunft von Sonderzügen oder bei der „Tour de Ländle“. Seit 18 Jahren engagiert sie sich zudem in der ehrenamtlichen Hausaufgabenbetreuung „Durchblick“. Ein- bis zweimal pro Woche unterstützt sie im Team in den Räumen der JULE Kinder und Jugendliche bei den Hausaufgaben. Seit 2016 hat sie darüber hinaus die schulische Betreuung eines syrischen Flüchtlingsjungen übernommen und unterstützt auch seine Mutter z.B. bei Behördengängen.

 

Rudolf Fritsch leistet seit über 45 Jahren ehrenamtlichen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr in Weinsberg (Oberbrandmeister). Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Jugendabteilung im Dezember 1969 und trat kurze Zeit später in die aktive Einsatzabteilung als Gruppenführer ein. Von 1981 bis 2001 war er stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Weinsberg als Zugführer. Ebenso war er Mitglied im Abteilungsausschuss und ist seit 2001 Kassenverwalter. Das Leistungsabzeichen in Gold erhielt er 1982. Seit 1997 ist er zudem Ausbilder im Bereich „Technische Hilfeleistung“.

 

Inge Stegmaier ist seit 31 Jahren Vorsitzende der Landfrauen in Gellmersbach. In dieser Funktion hat sie viele Vorträge, Ausflüge und Lehrgänge organisiert. Vor allem die Bewirtung von Großveranstaltungen z.B. beim Straßenfest mit selbstgebackenen Kuchen aus dem Backhaus musste organisiert und durchgeführt werden. Auch der jährliche Osterschmuck in Gellmersbach, das Adventsfenster am Backhaus sowie das Kinderferienprogramm sind feste Bestandteile der Jahresplanung. Von 1995 bis 2006 war Stegmaier Bezirksvorsitzende vom Weinsberger Tal mit 16 Ortsvereinen. In dieser Zeit hat sie alle zwei Jahre ein Bezirkstreffen mit bis zu 300 Frauen durchgeführt.

 

Klaus Colberg ist seit vielen Jahren aktives Mitglied im Freundeskreis Stationäres Hospiz Weinsberg. Seinem herausragenden Engagement ist es zu verdanken, dass es das Franken-Hospiz heute in dieser Form überhaupt gibt. Er war Initiator und Bauleiter des Hospizgebäudes im Jahr 2000 in der Schwabstraße 25 und Leiter des Innenausbaus 2015 im Neubau in der Schwabstraße 12. Zudem initiierte er die Städtepartnerschaft zwischen Weinsberg und Costigliole d`Asti in den 90er Jahren und ist bis heute aktives Mitglied im Partnerschaftsverein. Darüber hinaus engagierte er sich als Mitglied des Vinothekvereins für die Gründung der Vinothek. Colberg ist zudem als Gästeführer der Stadt Weinsberg aktiv.



Nach der feierlichen Auszeichnung durch Prof. Dr. Uwe Grobshäuser bedankte sich Klaus Colberg stellvertretend für alle Preisträger beim Gemeinderat und bei der Stadt Weinsberg.




Musikalisch wurde der Abend umrahmt vom Jugendblasorchester der Städtischen Musikschule Weinsberg und der Stadtkapelle Weinsberg unter der Leitung von Michael Toursel. Schwungvolle und moderne Stücke begeisterten das Publikum.




Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an den Ständen der Vereine und Institutionen über die vielfältigen Angebote in Weinsberg zu informieren und bei einem Getränk im Foyer der Hildthalle ins Gespräch zu kommen. Zahlreiche Interessierte nutzten auch die Gelegenheit, an einer abendlichen Stadtführung mit einem Mönch alias Gästeführer Konrad Pux teilzunehmen.

 

Allen Mitwirkenden und Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Weinsberger Rosenkulturen, die den Saal und das Foyer wunderschön dekoriert hatten.

 

Vorschläge für den Ehrenamtspreis 2019 können ab sofort bis 12. Oktober 2018 bei der Stadtverwaltung Weinsberg, Kultur und Sport, Marktplatz 11, 74189 Weinsberg ein- gereicht werden.


 
 
 

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