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Verabschiedung und Ehrung von Gemeinderäten und Ortschaftsräten
15.09.2019
Sonntag, 15. September 2019
Verabschiedung und Ehrung von Gemeinderäten und Ortschaftsräten – Stadt Weinsberg zeichnet Heinz Nitsche mit der Ehrenmünze in Gold aus und gratuliert Bürgermeister Stefan Thoma nachträglich zum 60. Geburtstag
Dem am 26. Mai 2019 neu gewählten Gemeinderat gehören sieben Gemeinderäte nicht mehr an und insgesamt auch sieben Ortschaftsräte in den drei Ortschaftsräten. Gleich 11 neue Mitglieder sind in den Gemeinderat eingezogen. Durch das Wahlsystem der unechten Teilortswahl ist der Gemeinderat durch vier Ausgleichsmandate auf nunmehr 26 Mitglieder (bisher 22 Mitglieder) angewachsen.
Die aus dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten ausgeschiedenen Mitglieder wurden im Rahmen einer Matineeveranstaltung in der Baukelter offiziell verabschiedet. Außerdem wurden verschiedene Gemeinderäte für ihr langjähriges kommunalpolitisches Wirken vom Gemeindetag Baden-Württemberg geehrt.
Bürgermeister Stefan Thoma nahm die Verabschiedung und die Ehrung vor. Er hob hervor, dass alle Gemeinderäte und Ortschaftsräte, egal ob im Amt oder ausgeschieden, auszeichne, dass sie sich in hohem Maße für das Allgemeinwohl ehrenamtlich engagiert haben oder noch engagieren. Viele der ausgeschiedenen Mitglieder hätten sich über viele Jahre in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, manche sogar über Jahrzehnte. Diese vorbildliche Leistung wolle man heute gebührend würdigen und herausstellen. Weinsberg bekenne sich im Gegensatz zu manch anderen Kommunen ohne Wenn und Aber zur Ortschaftsverfassung, in der man eine praktizierte Bürgernähe und ein gelebtes Miteinander sehe. Die Ortschaftsräte seien in Weinsberg in die Gesamtverantwortung eingebunden und hätten im Gefüge der Gesamtstadt einen festen Platz.
Weinsberg sei in den letzten Jahren stark gewachsen. Dies bedeute auch ein Nachsteuern bei der Infrastruktur und angesichts der bevorstehenden immensen Aufgaben könne sich Weinsberg glücklich schätzen, rechtzeitig die Schuldenfreiheit erreicht zu haben, so dass überhaupt finanzielle Spielräume für die anstehenden Großprojekte vorhanden seien. Die Neuausrichtung der Bildungslandschaft in Weinsberg, die Schaffung von Ganztagsschulangeboten und der Einstieg in die Generalsanierung des gesamten Bildungszentrums, aber auch der weitere Ausbau der Kinderbetreuung sowie Investitionen in das Straßennetz oder der von der Feuerwehr lang ersehnte Neubau des Feuerwehrmagazins seien Projekte, die für Weinsberg einen großen Kraftakt bedeuteten. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, habe der Gemeinderat deshalb den Einstieg in ein Stadtentwicklungskonzept beschlossen, das von einem externen Büro begleitet werde und in das auch die Bürger einbezogen würden.
Für 20 Jahre kommunalpolitisches Wirken konnte Bürgermeister Stefan Thoma sechs aktive und ehemalige Mitglieder auszeichnen. Es sind dies:
Erika Jakob, Reiner Michel, Hannelore Pollich, Siegfried Stegherr, Jörg Steinbrenner und Michael Susset.
Auf sogar 30 Jahre im Weinsberger Gemeinderat kann Margit Frisch zurückblicken. Sie wurde 1989 erstmals in den Gemeinderat gewählt und zwischenzeitlich sechs Mal im Amt bestätigt. Sie ist damit auch das dienstälteste Mitglied im Gemeinderat. Seit 15 Jahren bekleidet sie auch das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters und war die erste Frau in dieser Funktion in Weinsberg.
Alle Geehrten erhielten vom Gemeindetag eine Ehrenurkunde und eine Ehrennadel.
Danach wendete sich der Bürgermeister an die ausgeschiedenen Ortschaftsräte. Allen sieben ausgeschiedenen Ortschaftsräten sprach er seinen Dank aus und überreichte ein Weinpräsent und ein Buchgeschenk. Nicht mehr in den Ortschaftsräten vertreten sind:
Andrea Dierolf, Siegfried Stegherr (Ortschaftsrat Gellmersbach)
Hannelore Pollich, Ralf Wirth, Hans-Jürgen Ziegler (Ortschaftsrat Grantschen)
Michael Susset, Nicole Henschel (Ortschaftsrat Wimmental).
Mit der Feststellung, dass immerhin die Hälfte des bisherigen Gemeinderats die erfolgreiche Arbeit fortsetzen könne, leitete Bürgermeister Stefan Thoma zur Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder über.
Folgende Mitglieder waren eine Amtsperiode dabei und wurden mit der bronzenen Ehrenmünze ausgezeichnet:
Fabienne Ludwig, Max Bendel, Matthias Weller.
Zwei Amtsperioden vertreten waren:
Gerhard Massa, Hans-Jürgen Ziegler, Siegfried Stegherr.
Siegfried Stegherr wird weiterhin als Ortsvorsteher fungieren.
Eine ganz besondere Ehrung erhielt Heinz Nitsche. Er wurde mit der Ehrenmünze der Stadt Weinsberg in Gold ausgezeichnet, eine Ehrung, die bisher nur einem überschaubaren Personenkreis zu Teil wurde. „Mit Ihnen geht nach 26 Jahren erfolgreicher Arbeit im Gemeinderat ein echter Weinsberger von Bord und damit viel Wissen im Gemeinderat verloren“, so Bürgermeister Stefan Thoma. Heinz Nitsche könne man als Prototyp eines vorbildlichen Bürgers bezeichnen, der sich trotz hoher beruflicher Beanspruchung zeitlebens dem Ehrenamt verschrieben habe und dies nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch im sportlichen Bereich und auf sozialer Ebene. 1993 sei er als Nachrücker in den Gemeinderat eingezogen, daraus seien dann 26 Jahre geworden. Seit 1999 war er Fraktionsvorsitzender der FWV, der größten Fraktion im Gemeinderat, und hat auch den Vereinsvorsitz der FWV Weinsberg übernommen, den er auch beibehalten wird. Als Vereinsfunktionär gilt seine Leidenschaft vor allem dem Handballsport. Die Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit den Schulen liegt ihm hier ganz speziell auf dem Herzen. Er hat die Handballakademie Heilbronn-Franken mitinitiiert und ist Vorsitzender des Handballbezirks Heilbronn-Franken. Zeitweise war er auch Vorsitzender des TSV Weinsberg und des DRK Weinsberg. Seit dem letzten Jahr ist noch ein Ehrenamt hinzugekommen – die Rheuma-Liga Baden-Württemberg hat Heinz Nitsche zum Präsidenten gewählt, nachdem er sich für die Rheuma-Liga bereits seit über drei Jahrzehnten engagiert. Auch für die völkerverbindenden Kontakte im Rahmen der Städtepartnerschaften hat er sich stets stark gemacht, insbesondere pflegt er bis heute einen engen Kontakt zur französischen Partnerstadt Carignan.
Bürgermeister Stefan Thoma dankte Heinz Nitsche für sein aktives ehrenamtliches Engagement und überreichte ihm die Ehrenmünze in Gold.
Heinz Nitsche bedankte sich für die hohe Ehrung und brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass Weinsberg trotz der gewachsenen Ansprüche auf einem guten Weg sei und sich kontinuierlich weiterentwickle.
Zum Abschluss der Ehrungsmatinee gratulierte die stellvertretende Bürgermeisterin Margit Frisch Bürgermeister Stefan Thoma im Namen der Stadt Weinsberg und des Gemeinderats noch nachträglich zu dessen 60. Geburtstag, den er am 28. August 2019 feiern konnte, und wünschte ihm alles Gute. Sie beleuchtete kurz seinen Lebenslauf. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann, dem Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und einer beruflichen Karriere als Bundesbankdirektor bei der Deutschen Bundesbank habe ihn 2004 sein Weg dann nach Weinsberg geführt. Das Thema Kommunalpolitik verbinde als gemeinsames Thema und habe alle Mitstreiter und den Bürgermeister über die vielen Jahre der Zusammenarbeit persönlich geprägt.
Nach der Gratulation gab es für den Stadtchef noch eine musikalische Überraschung. Der Coro Allegro präsentierte einen musikalischen Geburtstagsgruß und zum Abschluss ein musikalisches Gebet für die Stadt.
Ein Bläserensemble mit Lehrern der städtischen Musikschule Weinsberg umrahmte die Ehrungsmatinee musikalisch. Michael Toursel, Rozmurat Arnakuliyev und der vor kurzem ausgeschiedene Musikschulleiter Michael Böttcher zeigten mit anspruchsvollen Musikstücken, auf welch hohem Niveau an der städtischen Musikschule unterrichtet wird. Mit seiner Nachfolgerin Sylvia Gassert interpretierte Michael Böttcher ein Stück für Violine und Viola und übergab damit quasi musikalisch den Stab an seine Nachfolgerin weiter.

   
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