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Auf dem 2025 neugestalteten Lindenplatz wurde am vergangenen Freitag die Skulptur „Metamorphose“ des Weinsberger Künstlers Karl-Heinrich Lumpp feierlich an die Stadt Weinsberg übergeben.
Bei schönstem Herbstwetter begrüßte Bürgermeistern Birgit Hannemann die zahlreichen Gäste. Die Skulptur bereichere die Stadt um ein weiteres Kunststück im öffentlichen Raum und erzähle einen Teil Stadtgeschichte. Mit ihrem Bezug zum Bauernkrieg sei sie wie geschaffen für den Lindenplatz, der im Jahr 1525 ein wichtiger Schauplatz des Bauernkrieges war.
Besonders bedankte sich die Bürgermeisterin beim Technischen Hilfswerk (THW) für den Transport der Skulptur sowie bei der der Bürgerstiftung Weinsberg, die als Dank für den Einsatz eine Spende zugunsten der Jugendarbeit des THW ermöglichte.
Gemeinsam enthüllten Karl-Heinrich Lumpp und Birgit Hannemann anschließend die „Metamorphose“, sodass die Gäste die Skulptur erstmals an ihrem neuen Standort betrachten konnten.
Maximilian Weeber vom THW Ortsverein Weinsberg gab anschließend einen Einblick in den aufwendigen Transport der rund drei Tonnen schweren Skulptur. Der Ausbildungsleiter erläuterte, dass der Transport als Übung zur Bewegung großer und schwerer Lasten diente. An insgesamt vier Terminen kamen dafür verschiedene Geräte wie Hebebühnen, Seilwinden und ein Tieflader zum Einsatz.
Jeweils rund zehn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren während der THW-Sommerpause an den Transportarbeiten beteiligt. Dabei konnten sie wertvolle Erfahrungen sammeln, die auch für zukünftige reale Einsätze von Bedeutung sind.
Karl-Heinrich Lumpp nahm die Gäste anschließend mit in die Entstehungszeit der Skulptur. Er schuf die „Metamorphose“ im Jahr 1997 während seiner Arbeit am Freilichttheater „Bauernoper“. Die Beschäftigung mit dem Stück inspirierte ihn dazu, als Bildhauer eine eigene Skulptur zu diesem Thema zu gestalten. Die Skulptur zeigt eine Frau, die mit ihrem kleinen Kind bei ihrem toten Mann liegt und verkörpert so die jahrtausendealte Geschichte des männlichen Krieges und des weiblichen Lebens.
Der Künstler zeigte sich erfreut darüber, dass die Stadt Weinsberg die Ausstellung der Skulptur im öffentlichen Raum ermöglichte. Zugleich dankte er dem THW für den Transport aus dem privaten Garten, in dem die Skulptur bislang gelegen hatte. Der Garten gehörte früher dem Autor Heinz Scheel. Passend dazu lies Renate Lindner-Kloth sein Gedicht „Hommage an die „Metamorphose“ vor.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Hans-Jörg Eberle an der Maultrommel. Zum Abschluss stimmten die Besucherinnen und Besucher bei der letzten Strophe des bekannten Volksliedes „Kein schöner Land“ gemeinsam mit ein.
Anschließend lud ein Trommler die Gäste zu einem gemeinsamen Marsch zur Baukelter ein. Dort wurde der Lehrfilm "Der Bauernkrieg 1525: Die Bluttat zu Weinsberg" des Filmemachers Wolfgang Wünsch (wfw-Film) erstmals öffentlich präsentiert.
Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.









