Zerstörung von Weinsberg

12.4.1945 – 12.4.2020
Gedenken an die Zerstörung Weinsbergs
vor 75 Jahren

Viele Städte gedenken 2020 ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Dieses Schicksal ereilte vor 75 Jahren auch Weinsberg: Am 12. April 1945 wurde fast die gesamte Altstadt durch einen Luftangriff und den darauffolgenden Großbrand zerstört. 15 Einwohner verloren in der Endphase des Krieges ihr Leben, annähernd ein Drittel der Bevölkerung wurde über Nacht obdachlos. Wer heute durch Weinsberg geht, kann sich kaum vorstellen, wie es an diesem Tag ausgesehen haben muss. Vom nördlichen Rand der Stadt bis hinunter zum Stadtbach erblickte man nach dem Angriff ein Trümmerfeld. Lediglich an den Stadträndern waren Häuserzeilen vom Brand verschont geblieben.
Der 12. April ist für viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für diejenigen, welche diesen Tag miterlebt haben, ein Datum mit schmerzlichen Erinnerungen. Er sollte für uns alle ein Tag des Nachdenkens sein.
Die an diesem Tag eigentlich vorgesehene gemeinsame Gedenkfeier der Stadt Weinsberg und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) musste aufgrund der Corona-Krise leider abgesagt werden. Das Stadtarchiv gibt aber anlässlich des Gedenktags eine kleine Broschüre heraus, die sich mit diesem schrecklichen Ereignis und auch dem Wiederaufbau Weinsbergs nach dem Angriff beschäftigt.
Am Ostersonntag werden zum Zeitpunkt des damaligen Luftangriffs um 16.55 Uhr alle Kirchenglocken in Weinsberg sowie das Rathausglöckchen läuten. Das Glockengeläut soll die Erinnerung an das schreckliche Ereignis wachhalten und gleichzeitig vor den Folgen von Terror und Gewaltherrschaft mahnen.


Gedanken zum Läuten der Glocken


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