2008: Professor Dr. Dr. Klaus Dörner

Professor Dr. Dr. Klaus Dörner

 

Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner
erhält den Justinus-Kerner-Preis
der Stadt Weinsberg

 

Der Justinus-Kerner-Preis der Stadt Weinsberg wird 2008 an Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner verliehen, einem der profiliertesten Vertreter der deutschen Sozialpsychiatrie.

Der Preis wurde im Jahre 1986 anlässlich des 200. Geburtstages des Weinsberger Arztes und Dichters Justinus Kerner (1786-1862) von der Stadt Weinsberg gestiftet. Er wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die in Verbindung mit dem Lebenswerk Kerners oder in seinem Sinne auf den Gebieten der Literatur, der Medizin oder der Heimat- und Denkmalpflege Herausragendes geleistet haben.

Prof. Klaus Dörner, geboren 1933, war von 1980 bis 1996 ärztlicher Leiter der Westfälischen Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Neurologie in Gütersloh. Er lehrte Psychiatrie an der Universität Witten/Herdecke und ist Autor zahlreicher Publikationen. Bereits mit seiner Dissertation, die unter dem Titel „Bürger und Irre“ als Buch erschienen ist, hat er den sozialpsychiatrischen Ansatz auch für eine Betrachtung der Entwicklung der Psychiatrie eingebracht. Es ist ein Buch gewesen, das viele nachdenklich gemacht hat.

Als ärztlicher Leiter der Gütersloher Klinik hat er seine Ideen erfolgreich in die Praxis umsetzen können. Ein Lehrbuch der Psychiatrie, das unter dem Titel „Irren ist menschlich“ 1978 erschienen ist und von dem es eine Neuausgabe 2004 gibt, versucht den sozialpsychiatrischen Ansatz nicht nur angehenden Ärzten, sondern auch Laien zu vermitteln.

In weiteren Veröffentlichungen der jüngeren Zeit hat Dörner Anstöße zu einer neuen Reflexion über die ärztliche Grundhaltung (Der gute Arzt, Stuttgart 2001) und über den Umgang mit älteren Menschen (Leben und sterben, wo ich hingehöre, 2007) gegeben.

Im Sinne Kerners hat sich Dörner offen und vorbildlich dem psychisch Kranken und dem älteren Mitmenschen zugewandt.



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